Eine IP-Adresse ist wie die Adresse eures Hauses – sie sorgt dafür, dass Daten im Internet an die richtige Stelle gelangen. Aber es gibt zwei Versionen davon: IPv4 und IPv6.

Warum brauchen wir zwei? Ganz einfach: Als IPv4 entwickelt wurde, dachte man, die 4,3 Milliarden Adressen, die es bieten kann, reichen aus. Damals war das Internet klein und kaum jemand konnte sich vorstellen, wie viele Geräte einmal online sein würden. Heute haben wir jedoch Smartphones, Laptops, Smart-TVs, Smart-Home-Geräte und vieles mehr – und das hat dazu geführt, dass die IPv4-Adressen knapp geworden sind.

Deshalb wurde IPv6 entwickelt. IPv6 bietet nicht nur viel mehr Adressen, sondern bringt auch neue Funktionen und bessere Sicherheit mit.

Allerdings gibt es einen Haken: Die Umstellung von IPv4 auf IPv6 passiert nicht von heute auf morgen. Viele Netzwerke und Geräte nutzen noch IPv4, weil sie so aufgebaut sind. IPv6 wird aber immer häufiger eingesetzt, um den steigenden Bedarf zu decken.

Zusammengefasst: IPv4 ist die alte Version, die noch weit verbreitet ist. IPv6 ist die Zukunft, die uns genug Adressen für alle Geräte bietet, die wir heute und in Zukunft online bringen wollen.

Jetzt schauen wir uns an, wie eine IPv4-Adresse aufgebaut ist.

Eine IPv4-Adresse ist sozusagen der Klassiker unter den IP-Adressen und besteht aus 32 Bit. Damit das für uns Menschen leichter lesbar ist, wird diese Adresse in vier Zahlen geschrieben, die durch Punkte getrennt sind. Ein typisches Beispiel wäre `192.168.0.1`.

Jede dieser Zahlen kann einen Wert zwischen 0 und 255 haben. Das liegt daran, dass jede Zahl eigentlich aus 8 Bit besteht – und mit 8 Bit lassen sich genau 256 Werte darstellen, also von 0 bis 255.

Eine IPv4-Adresse hat zwei wichtige Teile:

  1. Der Netzwerkanteil bestimmt, zu welchem Netzwerk die Adresse gehört.
  2. Der Hostanteil identifiziert ein bestimmtes Gerät innerhalb dieses Netzwerks.

Damit wir wissen, welcher Teil zur Netzwerkadresse gehört und welcher Teil zum Host, brauchen wir die Subnetzmaske. Sie zeigt an, wie viele der 32 Bits für den Netzwerkanteil verwendet werden. Zum Beispiel sagt uns die Subnetzmaske `255.255.255.0`, dass die ersten 24 Bits für das Netzwerk reserviert sind und die letzten 8 Bits für die Geräte im Netzwerk.

Zusammengefasst: Eine IPv4-Adresse ist kurz gesagt eine Kombination aus Netzwerk- und Gerätekennung, die in einem einfachen Format dargestellt wird, das Menschen leicht lesen können.

Nun schauen wir uns an, wie eine IPv6-Adresse aufgebaut ist.

Eine IPv6-Adresse ist die modernere Variante und besteht aus 128 Bit. Damit ist sie deutlich länger als eine IPv4-Adresse.
Damit wir sie trotzdem lesen können, wird sie in acht Blöcke geschrieben, die durch Doppelpunkte getrennt sind. Ein Beispiel wäre 2001:0db8:85a3:0000:0000:8a2e:0370:7334.

Jeder dieser Blöcke besteht aus 4 Hexadezimalzahlen. Das bedeutet, dass hier nicht nur die Zahlen von 0 bis 9 verwendet werden, sondern auch die Buchstaben von a bis f.

IPv6-Adressen haben außerdem ein paar praktische Abkürzungen, um sie einfacher darzustellen:

  • Führende Nullen in einem Block können weggelassen werden. Zum Beispiel wird aus 0010 einfach 10.
  • Und wenn mehrere Blöcke hintereinander nur aus 0000 bestehen, kann man sie durch :: ersetzen. So wird aus 2001:0db8:0000:0000:0000:0000:0000:0001 einfach 2001:db8::1. Aber Achtung: Dies Abkürzung darf pro Adresse nur einmal verwendet werden.

Wie bei IPv4 gibt es auch hier eine (klick) Aufteilung:

  • Der Netzwerkanteil, der meist 64 Bit lang ist, gibt an, zu welchem Netzwerk die Adresse gehört.
  • Der Interface Identifier identifiziert dann das jeweilige Gerät im Netzwerk.

Zusammengefasst: Eine IPv6-Adresse ist länger, flexibler und durch Abkürzungen trotzdem gut lesbar. Sie bietet genügend Adressen für die heutigen und zukünftigen Anforderungen des Internets.

Zum Schluss möchte ich euch kurz den Unterschied zwischen IPv4 und IPv6 erklären.

IPv4 ist die ältere Version von IP-Adressen. Sie ist einfach aufgebaut und wurde in einer Zeit entwickelt, als man noch dachte, dass 4,3 Milliarden Adressen ausreichen würden. Mittlerweile wissen wir, dass das nicht der Fall ist, weil immer mehr Geräte online gehen.

Deshalb gibt es IPv6. IPv6 ist die neuere Version und wurde speziell entwickelt, um dieses Problem zu lösen. Es bietet nicht nur viel mehr Adressen, sondern auch zusätzliche Vorteile wie bessere Sicherheit und die Möglichkeit zur automatischen Konfiguration von Geräten.

Warum gibt es dann noch beide Versionen? Die Umstellung von IPv4 auf IPv6 passiert nicht auf einen Schlag, sondern schrittweise. Viele Netzwerke nutzen immer noch IPv4, weil es weit verbreitet und in vielen Systemen integriert ist. Gleichzeitig wird IPv6 aber immer häufiger eingesetzt, um den wachsenden Bedarf zu decken.

Zusammengefasst: IPv4 ist das ältere, aber immer noch wichtige System, während IPv6 die Zukunft ist und dafür sorgt, dass das Internet weiterhin wachsen kann.

Von Sebastian

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